Erste Berichte über eine erfolgreiche Anwendung der extrakorporalen Stoßwellenbehandlung stammen aus dem Jahre 1983. Damals nutzte der Münchner Urologe Chaussy erstmals die Energie der Stoßwellen zur Lithotrypsie (Steinzertrümmerung).

Heute zählen zu den Hauptindikationen die Tendinosis calcarea (Kalkschulter), Sehnenansatzentzündungen (z.B. Tennisellenbogen, Fersensporn, Achillodynie), Pseudarthrosen (nicht - verheilende Knochenbrüche) und die Triggerpunktbehandlung bei Weichteilschmerzen. 

Die Stoßwellen verursachen durch ihre sehr hohe Energie Mikroläsionen im Bereich des betroffenen Gewebes. Hierdurch kommt es zu einer Durchblutungssteigerung, die speziell an Sehnenansätzen zu einer Unterbrechung der Entzündung führt und den Abtransport von schädlichen Metaboliten beschleunigt.

Außerdem werden Enzyme aktiviert, die ihrerseits das Entstehen neuer Gefäße und Kapillaren bewirken und somit eine beschleunigte Heilung bewirken. 

Die extrakorporale Stoßwellenbehandlung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).